
Dr. med. E. Jenckel
Dr. med. M. Wellbrock
Fachärzte für HNO-Heilkunde,
Allergologie, Audiologie / Neurotologie (BV HNO)
Belegärzte im Friedrich-Ebert-Krankenhaus
24534 Neumünster
Fax: 04321 - 4 52 89
www.hno-nms.de
Allergietherapie
Eine wesentliche Behandlungsmöglichkeit von Allergien besteht in der Vermeidung von Allergenkontakt. Allergien der Atemwege können medikamentös symptomatisch, also durch Bekämpfung der jeweils akut auftretenden Symptome oder medikamentös kausal, also durch eine grundsätzliche Beeinflussung des Immunsystems, behandelt werden.
1. Allergiekarenz
Eine Vermeidung von Allergenkontakt ist insbesondere bei den inhalativen Allergien oft nur begrenzt möglich. Jedoch gibt es einige gute Strategien, wie zum Beispiel die Verwendung spezieller Matratzen- und Kissenüberzüge bei der Hausstaubmilbenallergie, auch als Kassenleistung. Nachweislich protektiv wirken kann auch das Verhalten in der Schwangerschaft sowie die Säuglingsernährung.
2. Medikamentös symptomatische Behandlung
Bei den symptomatischen Behandlungen unterscheidet man örtlich anwendbare und systemische, also im ganzen Körper wirkende Arzneimittel. Örtlich wirken verschiedene Nasensprays, Augentropfen und Bronchialsprays, die zum Teil auch von den Krankenkassen bezahlt werden. Systemisch kann mit Tabletten wie einem breiten Spektrum an Antihistaminika, im Einzelfall auch einmal sehr effektiv mit Cortison, therapiert werden.
3. Hyposensibilisierung
Die kausale Behandlung erfolgt durch die sogenannte Hyposensibilisierung. Diese Behandlung muss in der Regel über mehrere Jahre durchgeführt werden und kann auch eine Wirkung beim oralen Allergiesyndrom haben. Diese Behandlungen sind kostenintensiv, werden aber wegen ihrer unstrittigen Wirkung von den Krankenkassen übernommen und werden auch von der WHO empfohlen. Hier steht eine Vielzahl an Behandlungsstrategien mit modernen, standardisierten Präparaten zur Verfügung, auch schon bei Kindern ab dem 6. Lebensjahr.
Die Entscheidung für ein Behandlungskonzept sollten Patienten zusammen mit einem erfahrenen Allergologen treffen. Auf keinen Fall sollten Allergien z. B. während der Pollensaison „durchlitten" werden, weil dies über die Zeit zu einer Verstärkung der Beschwerden, bis hin zum gefürchteten Etagenwechsel mit Entstehung eines bronchialen Asthmas, führen kann.
Dr. Wellbrock hat im Rahmen seiner klinischen Ausbildung an der HNO-Universitätsklinik in Kiel zwei Jahre im Allergologielabor und in der Allergiesprechstunde gearbeitet und dort die Zusatzbezeichnung Allergologe erworben. Die Promotion wurde 1993 über ein Thema aus der Allergologie absolviert. Es folgten Publikationen und Vorträge zu verschiedenen allergologischen Themen auch auf internationaler Ebene. Dr. Jenckel behandelt seit mehr als 15 Jahren Allergiepatienten im Rahmen seiner Praxistätigkeit.
HNO am Kuhberg - Dr. med. E. Jenckel, Dr. med M. Wellbrock